Arbeitszeit in der Ausbildung: Welche Regeln und Gesetze gelten?

Die Arbeitszeit in der Ausbildung ist ein grundlegendes Thema, mit dem sich allerdings nur die wenigsten Azubis wirklich intensiv beschäftigen. Solltest du aber tun, denn hier gibt es einige interessante und vor allem wissenswerte Punkte. Genau aus diesem Grund schauen wir uns im folgenden alle wichtigen Fragen und Fakten rund um die Arbeitszeit in der Ausbildung einmal detailliert an.

Definition: Zählt die Pause zur Arbeitszeit in der Ausbildung?

Definiert ist als Arbeitszeit, die Zeit, in der du als Auszubildender die Aufgaben erledigst, die du im Rahmen deiner Ausbildung erledigen sollst. Sämtliche wichtigen Informationen sollten im Ausbildungsvertrag festgehalten werden, so zum Beispiel die tägliche oder wöchentliche Arbeitszeit. Inbegriffen sind in der Arbeitszeit natürlich die Arbeiten im und für den Betrieb. Darüber hinaus aber zum Beispiel auch Schulungen, Fortbildungen oder Lehrgänge, die im Rahmen der Ausbildung besucht werden. Und zählt Schule in der Ausbildung als Arbeitszeit? Ja, wenn auch nicht immer komplett. Wer volljährig ist, kann einen Schultag in der Berufsschule mit einem Ausbildungstag gleichsetzen. Bei Minderjährigen unter 18 gilt wiederum laut Jugendschutz folgendes:

  • Ein Schultag (mind. 5 Schulstunden á 45 Minuten) = Ein Arbeitstag
  • Eine Schulwoche (mind. 5 Schultage mit 25 Stunden) = Eine Arbeitswoche

Arbeitszeit Ausbildung

Nicht vergessen
Vor Ausbildungsbeginn muss oftmals ein Einstellungstest durchlaufen werden. Auf diesen kannst du dich mit unserem Online-Kurs aber optimal vorbereiten!

Maximale Arbeitszeit in der Ausbildung: Wie sind die Regeln?

Das Gesetz sieht hinsichtlich der maximalen Arbeitszeit in der Ausbildung ebenfalls wieder verschiedene Regeln vor, in denen das Alter des Auszubildenden eine übergeordnete Rolle spielt. Was das genau bedeutet, siehst du hier:

  • Unter 18: Maximal 8 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche, 40 Stunden pro Woche. Erlaubt ist die Arbeitszeit nur von 6 bis 20 Uhr.
  • Volljährig: Maximal 8 Stunden am Tag, 6 Tage die Woche, 48 Stunden die Woche

Je nach Betrieb kann es zudem sein, dass minderjährige Azubis an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen nicht arbeiten müssen. Erwachsene Azubis wiederum sind von der Arbeit oftmals nur an Feiertagen und Sonntagen ausgenommen. Darüber hinaus müssen rund um die Arbeitszeit in der Ausbildung verschiedene Sonderregelungen beachtet werden, die zum Beispiel mit dem Urlaubsanspruch in der Ausbildung oder mit bestimmten Ausnahmen beschäftigen. In einigen Fällen ist es beispielsweise möglich, dass Minderjährige bis zu 8,5 Stunden tägliche Arbeitszeit an einigen Arbeitstagen erfüllen dürfen.

Muss ich Überstunden machen?

Überraschenderweise sieht das Gesetz vor, dass die Auszubildenden nicht zu Überstunden gezwungen werden können. Wer nicht möchte, muss also nicht. Allerdings solltest du bedenken, dass sich das natürlich nicht sonderlich gut im Betrieb macht. Möchtest du einen guten Eindruck bei deinem Arbeitgeber hinterlassen, solltest du bei Engpässen also durchaus zur Verfügung stehen. Einzuhalten ist vom Arbeitgeber dann aber, dass du nur zu Überstunden eingesetzt werden darfst, die dem Zweck der Ausbildung dienen. Tätigkeiten, die mit der Ausbildung selbst nichts zu tun haben, dürfen also nicht erledigt werden.

Zoll_PAS-min
Berufswahl_PAS-min
Bundeswehr_PAS-min
Feuerwehr_PAS-min
Finanzamt_PAS-min
Justiz_PAS-min
Mechaniker_PAS-min
oeffentlicher_dienst_PAS-min
Verwaltung_PAS-min


 

Bildquellen

  • Arbeitszeit Ausbildung: Pixabay
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Bisher keine Bewertungen)
Loading...