Wer steckt hinter welchem Arbeitstyp?

Bürojobs gibt es viele und jeder weiß auch, dass es eben dort – inmitten von Aktenbergen, Ordnern und dem Computer ganz unterschiedlichen Arbeitstypen gibt. Jeder Arbeitstyp passt zu einem anderen Ausbildungsberuf. Einer hält beispielsweise seinen Schreibtisch immer ordentlich und plant alles, während der andere alles im Chaos hinterlässt. Welche weiteren Arbeitstypen es gibt und welche Besonderheiten sie haben, zeigen wir in diesem Artikel.

Branchen und Eignungstests für Planer

1) Der Planer

Der Planer ist vor allem im Büro anzutreffen. To-Do-Listen sind sein Steckenpferd. Er organisiert, strukturiert und plant alles bis ins kleinste Detail. Als großer Vorteil gilt, dass der Chef Vertrauen in den Planer hat und die Organisation von Ausflügen oder Treffen sorglos in seine Hände legt. Zudem ist er meist pünktlich und auf jedes Meeting vorbereitet. Frühes Aufstehen stellt kein Problem dar, da auch der Alltag durchstrukturiert ist. Geregelte Arbeitszeiten von acht bis siebzehn Uhr oder Schichtarbeit machen für ihn keinen Unterschied. Doch sobald etwas Unplanmäßiges geschieht, ist der Planer nervös. Das Gefühl der Sicherheit und Kontrolle fehlt und auf die neue Situation kann er sich nur schwer einstellen. Wichtig ist, dass ein Planer lernt, bei solchen Dingen gelassen zu bleiben und ruhig zu reagieren. Ebenfalls laden Kollegen gerne unliebsame Aufgaben beim Planer ab, da sie wissen, dass er alles zuverlässig erledigt. Darauf ist als Planer zu achten, um nicht zu viel Stress zu haben. 

Privat ist der Planer im Übrigen eine Person, die sehr überlegt agiert. Ein Beispiel aus der Praxis: Versicherungsbeiträge, Kosten für die Energieversorger und Handytarife werden von ihm regelmäßig vergleichen. Sein Ziel: Den besten Handytarif finden, günstige Versicherungsbeiträge erreichen oder einen Energieversorger zu finden, dessen Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

2) Der Chaot

Er stellt das Gegenteil des Planers dar. Mit seinem kreativen Chaos wirkt er wie ein Klassenclown aus der Schulzeit, der gute Ideen einbringt und die Gruppe zum Lachen bringt. Er arbeitet sich schnell in neue Aufgaben ein und Neuerungen rufen keinen Stress hervor. Dies kommt den Kollegen zu Gute, denn der Chaot steht ihnen gerne zur Seite. Bei seiner Arbeitsweise steht das Lustprinzip weit oben. Das bedeutet, dass er Dinge zuerst erledigt, die interessant scheinen. Schnell fallen wichtigere Aufgaben komplett aus. Damit fällt es ihm schwer, Deadlines einzuhalten. Ohne einen gewissen Plan vergisst er hin und wieder Dinge und seine Zuverlässigkeit lässt zu wünschen übrig. Damit verbreitet er schnell Unmut unter den Kollegen und ist nicht gefragt bei organisatorischen Angelegenheiten. Für den Chaoten eignen sich Gleitzeiten, damit er nicht ständig zu spät zur Arbeit kommt.

3) Der Trödler

Der Trödler lässt sich schnell von anderen Dingen ablenken. Deshalb ist er langsamer und unkonzentrierter als andere Arbeitstypen. Vermutlich surft er zwischendurch im Internet oder beschäftigt sich bereits mit seinem Mobiltelefon. Er geht die Arbeit ruhig an und ist ein Mensch, der sich gut entspannen kann. In stressigen Situationen kann er meist die Ruhe bewahren und setzt dann die Kräfte ein, die er ansonsten gut einteilt. Während seine Kollegen bereits Panik haben, kann er die Aufgaben in Ruhe erledigen. Doch hat der Trödler mit weniger interessanten Aufgaben zu tun, neigt er dazu, sie zu verschieben und zu verdrängen. Damit kommt selbst er zu einem Punkt, wo es kurzfristig stressig ist und Zeitdruck herrscht. Für ihn eignet sich die Arbeit von zu Hause aus nicht, denn dort gibt es mehr Ablenkungsfaktoren als im Büro. Für den Chaoten und den Trödler kann es hilfreich sein, Konzentrationsübungen durchzuführen und damit den Arbeitsalltag zu optimieren.

Macher Typen

4) Der Macher

Gerade im Arbeitsalltag angekommen, noch motiviert und schon erfolgreich. Dies spiegelt einen Macher wieder. Sobald Arbeit anfällt ist sie schon erledigt. Er erkennt anfallende Aufgaben von alleine und hat keine Angst davor, diese mit großen Engagement zu erledigen. Eine gute Organisation wie beim Planer benötigt er dafür nicht. Er verschwendet keine Zeit mit unnötigen Aufgaben oder schiebt Dinge vor sich her – Taten statt Worte ist sein Motto. Seine dynamische Art zieht die Kollegen mit und sorgt für Schwung auf der Arbeit. Für manche Arbeitstypen ist der Macher zu wild und sie fühlen sich von ihm überrumpelt. Sein eigenes Privatleben vernachlässigt er schnell, weil er viele Aufgaben selber übernimmt, anstatt sie zu delegieren. Ein Home-Office kann die richtige Lösung für den Macher sein. Denn dort stört er keinen mit seinem Elan und ist dennoch näher bei der Familie. Im Zeitalter der Digitalisierung ist es in vielen Bereichen bereits möglich, von zu Hause aus zu arbeiten.

Der Macher zieht die Kollegen mit. Doch das kann ebenso zum Gegenteil führen.

5) Der Perfektionist

Bei ihm ist nichts dem Zufall überlassen. Der Perfektionist erledigt alles zu tausend Prozent. Zu ihm passen besonders Berufe, die Genauigkeit und Sorgfalt fordern. Mit einem Berufswahltest können Interessierte vor Eintritt in die Arbeitswelt passende Möglichkeiten finden. Perfektionistisch veranlagte Menschen haben hohe Qualitätsansprüche und erledigen die Aufgaben gewissenhaft und gründlich. Das macht beim Chef und den Kollegen einen guten Eindruck und es macht den Perfektionisten zu einem zuverlässigen Mitarbeiter. Doch den von ihm selber geforderten hohen Anspruch kann er nicht immer erreichen und seine Laune rutscht in den Keller. Außerdem hat er oft einen höheren Zeitaufwand als seine Kollegen, was ihn weniger effizient macht. Der Perfektionist sollte lernen zu unterscheiden, wann etwas perfekt oder nur gut sein muss. Sowohl die Arbeit im Büro oder im Home-Office sind für ihn geeignet.

6) Der Skeptiker

Bevor er sich an die Arbeit macht, denkt er über die Konsequenzen nach. Sein analytisches und kritisches Verhalten erinnert an den Planer und Perfektionisten. Welche Entscheidung die richtige ist und ob etwas schiefgehen könnte, sind Fragen die sich der Skeptiker stellt. Er handelt nicht naiv oder stürzt sich in irgendwelche Aufgaben. Vorher betrachtet er das große Ganze und denkt darüber nach, um Schäden zu vermeiden. Trotz aller Vorsicht kann er nicht allen Gefahren aus dem Weg gehen oder diese beseitigen. Doch der Versuch, es zu schaffen, kostet Zeit und er braucht lange, um Entscheidungen zu treffen. Nicht immer fühlt er sich mit der getroffenen Entscheidung wohl. Um das Wohlbefinden nach Entscheidungen und bei der Bearbeitung von Aufgaben zu steigern, sollte der Skeptiker lernen, Dinge ohne große Überlegung zu beginnen.

Die Mischung macht´s

Die oben genannten Typen sind Extreme. Vermutlich findet jeder sich in einem oder mehreren Typen wieder. Die Ausprägung der Eigenarten entscheidet, welchem Typ wir eher angehören. Doch das bedeutet nicht, dass die Stärken und Schwächen von einem selber nicht verändert werden können.

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