Skillmanagement Begriffe

Um eine Vorstellung davon zu bekommen, welche Eigenschaften des Menschen beim Thema Skillmanagement betrachtet werden, wird im Folgenden auf die Begriffe Skills, Kompetenz, Qualifikation, Fähigkeit und andere Bezug genommen, welche stark miteinander zusammenhängen.

Skills

Skills sind die potenziellen Fähigkeiten und Fertigkeiten, welche dem Mitarbeiter sachgerechtes Handeln ermöglichen. In Skillmanagement Systemen werden häufig nicht nur Skills im engeren Sinne abgebildet. Genauso gut lassen sich mit Skillmanagement Systemen Kompetenzen und Qualifikationen der Mitarbeiter erfassen.

Fähigkeiten

Fähigkeiten bezeichnen „„alle angeborenen und erworbenen psychischen Bedingungen [...], die zur Erlangung einer Leistung notwendig sind“.

Fertigkeiten

Fertigkeiten sind „durch Übung automatisierte Komponenten von Tätigkeiten“ mit einer „geringen Bewusstseinskontrolle“, was sowohl motorische Routinetätigkeiten, als auch kognitive Tätigkeiten wie Rechentechniken oder Auswendiglernen umfasst.

Kompetenzen

Der Begriff Kompetenzen hat ein ähnlich unscharfes Bedeutungsspektrum wie der Anglizismus „Skills“. Kompetenzen werden als Sammelbegriff genutzt für „Wissen, Fähigkeiten, Motivation, Interesse, Fertigkeiten, Verhaltensweisen und anderen Merkmalen, die eine Person für eine erfolgreiche Bewältigung ihrer Aufgaben benötigt.“ Als wichtigste Bausteine von Kompetenzen werden Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten gesehen.

Kenntnisse

Bei Kenntnissen geht es um erworbenes Wissen, das sich zusammensetzt aus propositionalem (wissen, dass) und prozeduralem Wissen (wissen, wie).

Qualifikation

Neben den oft wenig greifbaren Kompetenzen spielen in der betrieblichen Bildung auch formale „Abschlüsse“ eine Rolle, vor allem bei Aufstiegsfortbildungen, aber auch bei gesetzlich vorgeschriebenen Anpassungsfortbildungen. Dies wird üblicherweise mit dem Begriff der Qualifikation bezeichnet, das einen wohl definierten Komplex von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten beschreibt. Qualifikationen unterscheiden sich vom oben eingeführten Kompetenzbegriff im Wesentlichen dadurch, dass Qualifikationen abprüfbar sind (typischerweise durch eine Abschlussarbeit, ein Examen oder ähnliches), während Kompetenzen nur indirekt erschließbar und evaluierbar sind.

Skillmanagement

Skillmanagement ist die Gesamtheit der betrieblichen Handlungen, welche individuelle Veränderungsprozesse der fachlichen und methodischen Fähigkeiten und Fertigkeiten des Menschen ermöglichen, begleiten und reflektieren. Die angesprochenen betrieblichen Handlungen sind nicht unbedingt als reine Weiterbildungsmaßnahmen zu verstehen. Eine solche Maßnahme kann auch eine neue Aufgabenstellung oder ein neuer Aufgabenbereich des Mitarbeiters sein. Dieser resultiert meist aus der Expertensuche, aus Project Staffing, Job Rotation, Versetzungen, oder aus der Nachfolgeplanung. Um die genannten Themen durch einen sog. Skillmanagement Prozess zu unterstützen muss ein Kompetenzmodell erstellt werden, welches den Kern aller Skillmanagement Ansätze bildet. Der Prozess bei den oben genannten betrieblichen Handlungen verläuft in immer gleicher Weise.

Im ersten Schritt werden die benötigten Skills und das Skillniveau des Mitarbeiters analysiert. Danach kommt ein Soll- / Ist- Vergleich, bei dem in der Regel Abweichungen zwischen den benötigten und zur Verfügung stehenden Skills festgestellt werden. Anhand dieser Lücke geschieht die Planung und Konzeptionierung von einer betrieblichen Maßnahme. Unter Maßnahme wird hierbei beispielsweise eine Weiterbildungsmaßnahme oder eine Aufgabenneuverteilung im Rahmen von Project Staffing oder Nachfolgeplanung verstanden. Wenn die Maßnahme organisiert und umgesetzt wurde, wird eine Erfolgskontrolle vorgenommen. Die Erfolgskontrolle ist oftmals schwierig umzusetzen und bezieht sich eher auf Schulungsmaßnahmen. Wenn möglich sollte aber bei allen anderen Maßnahmen auch eine Evaluation stattfinden, unter Berücksichtigung des TQM – Ansatzes, der besagt dass Qualität kein Ziel, sondern ein Prozess ist, der nie zu Ende geht. Nachdem der Skillmanagement – Prozess durchlaufen wurde, wird dieser immer wieder neu angestoßen.

Kompetenzmodell

Das Kompetenzmodell (auch Skillkatalog genannt) legt ein kontrolliertes Vokabular für Skills, Kompetenzen oder Qualifikationen fest, die zur Beschreibung von Soll- / Ist- Profilen verwendet werden. Im Kompetenzmodell werden die Hierarchiebeziehungen von einzelnen Skills abgebildet, beispielsweise anhand von Skillgruppen. Wichtig für ein Kompetenzmodell ist nicht nur die Identifikation, Beschreibung und Hierarchisierung einzelner Kompetenzen, sondern auch die Zuordnung von relevanten Attributen (wie Erfahrung in Jahren) und die Definition von Qualifizierungsmerkmalen, anhand der die einzelnen Skills bewertet werden sollen, z.B. in Prozent, in Stufen oder in Noten.

In einem Kompetenzmodell finden sich oftmals die Kernkompetenzen eines Unternehmens wieder, und solche, die für die Zukunft als wichtig eingestuft werden. Deshalb sollte jedes Unternehmen für sich ein solches Modell erarbeiten. Selten beginnt die Erstellung des Kompetenzmodells „auf der grünen Wiese“. Stattdessen existieren in vielen Unternehmen bereits Informationen, welche Anhaltspunkte bieten. Hierzu gehören auf der einen Seite Dokumente, welche die Geschäftsprozesse näher erfassen, z.B. explizite Prozessdokumentationen, die Ergebnisse von Aufgabenanalysen oder Stellen beschreiben. Auf der anderen Seite bietet auch das aktuelle Bildungsprogramm des Unternehmens recht gute Informationen über relevante Inhalte, auch wenn seine Beschreibung nicht unbedingt kompetenzorientiert erfolgt.

Weiterhin bieten Anbieter von Skillmanagement Systemen oftmals eine Vielzahl an vordefinierten Einzelkompetenzen und Kompetenzgruppen für unterschiedliche Branchen an, welche aus vielen Einführungsprojekten entstanden sind. Somit auf die Modelle und Erfahrungen von erfahrenen Projektleitern zurückgegriffen werden. Ein Beispiel für ein Kompetenzmodell liefert der IT Dienstleistungsanbieter XWS auf seinen Internetseiten, zu finden auszugsweise in der Anlage 5: XWS Kompetenzmodell.

Skillmanagement System

Unter Skillmanagement Systemen werden IKT – basierte Lösungen verstanden, die das Skillmanagement unterstützen. Eine andere Definition besagt, dass es EDV-gestützte Systeme der Verarbeitung von Informationen sind, über die an den Arbeitsplätzen geforderten und bei den Mitarbeitern vorhandenen Skills, um unter Berücksichtigung der relevanten rechtlichen Normen den Nutzen des Systems die notwendige Information zum Management der Skills zur Verfügung zu stellen.

Diese können aufgrund des breiten Anwendungsfeldes vielfältige Anforderungen haben. Der Zweck eines solchen Systems sollte von Anfang an klar formuliert werden, da multifunktionale Lösungen eher als problematisch einzustufen sind. Es lassen sich drei grundsätzliche Anforderungen an die Informationsbasis eines Skillmanagement Systems stellen: Ein Skillmanagement System muss eine detaillierte Informationsbasis über

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