Unternehmensübergreifende Kosten senken

In vielen Branchen werden Unternehmen mit global agierenden Konkurrenten, Kunden und Zulieferern konfrontiert. Dies bewirkt insbesondere eine Erhöhung des Kosten- und Rationalisierungsdrucks. In diesem Zusammenhang wird auch die Höhe der Personalkosten zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Unternehmen müssen in jeder Wirtschaftsphase personalwirtschaftlich die richtigen Entscheidungen treffen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Auf Marktentwicklungen muss vermehrt durch flexible Personalstrukturen reagiert werden.

Der technische Fortschritt bedingt, dass in vielen Fällen ein Ersatz der menschlichen Arbeitskraft durch Technologie vorgenommen wird. Insofern muss sich Personalarbeit auch mit Personalfreisetzungen und den sozialen Folgen der Rationalisierung auseinandersetzen. Jüngstes Beispiel (Mrz 2008) einer solchen Personalfreisetzungsmaßnahme ist die Personalpolitik bei BMW. Der Konzern plant den Personalbestand um 8.100 Mitarbeiter auf freiwilliger Basis abzubauen. Trotz einer massiven Reduzierung der Stammbelegschaft ist der Bedarf an spezialisierten Fach- und Führungskräften weiter hoch. Deshalb wird eine Betriebsvereinbarung ausgearbeitet unter dem Oberbegriff „Skill Management“. Geeignete Mitarbeiter sollen dabei anstatt freigesetzt – durch verschiedenste Weiterbildungs- und Umqualifizierungsmaßahmen fit für neue Aufgaben gemacht werden. Das ist aber nicht in allen Fällen möglich. Deshalb steht dem genannten Personalabbau an anderer Stelle ein Aufbau von Mitarbeitern gegenüber. Das hat den Grund, dass viele Mitarbeiter nicht mit einem verhältnismäßigen Aufwand umqualifiziert werden können.

Das liegt häufig nicht nur an teuren Schulungsmaßnahmen, sondern auch an der Komplexität und Stabilität von Persönlichkeitsmerkmalen, welche häufig für die Effektivität eines Mitarbeiters in einem bestimmten Aufgabenbereich verantwortlich sind. Diese Aussage wird im Abschnitt „Personalbeschaffung“ näher erläutert.


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