Angst vor Schule: Was Eltern dagegen tun können

Schon beim Klingeln des Weckers ist die Angst vor der Schule präsent? Wenn Kinder über Übelkeit, Kopfschmerzen oder Unwohlsein am Morgen klagen, dann können dies auch Symptome einer Schulangst sein. Viele Kinder neigen außerdem zu Aggressivität, wenn es darum geht, sich für die Schule fertig zu machen. Eltern sollten diese Zeichen unbedingt ernst nehmen und gemeinsam mit dem Nachwuchs etwas gegen die Schulangst tun. So kann auch die Freude am Lernen zurückkommen und das Kind hat wieder Spaß am Schulalltag. Die folgenden Tipps gegen Schulangst helfen, das Problem frühzeitig in den Griff zu bekommen.

Angst vor Schule

Die Angst vor der Schule erkennen

Nicht hinter jeder Angst, die in Verbindung mit dem Schulbesuch steht, verbirgt sich auch eine Angststörung. Eine gewisse Angst ist hierbei normal, wenn zum Beispiel eine Mathearbeit ansteht oder ein Referat vor der Klasse vorgetragen werden muss. Diese Form der Angst ist durchaus nützlich, denn durch die Aufregung wird die Konzentration gefördert und die Leistungsfähigkeit gesteigert. Treten jedoch Charakterveränderungen auf oder gehören körperliche Beschwerden beim Nachwuchs zum Alltag, dann sollten diese hinterfragt werden und im Zweifelsfall auch professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.

Erste Anzeichen einer Schulangst:

  • Wenn das Kind bisher gerne zur Schule gegangen ist, plötzlich jedoch beginnt am Morgen zu trödeln oder sogar den Wunsch äußert, lieber zuhause bleiben zu wollen, solltest du aufmerksam sein. Denn bereits durch diese Verhaltensveränderungen kann die Angst vor der Schule zum Ausdruck kommen.
  • Kinder, die unter Schulangst leiden, schlafen häufig in der Nacht schlecht oder sind grundlos aggressiv.
  • Treten vermehrt Bauchschmerzen, Übelkeit, Schwindel oder Kopfschmerzen auf, dann können diese körperlichen Symptome auf eine Schulangst hinweisen. Treten die Beschwerden außerdem nur an Schultagen und nicht während der Ferien oder am Wochenende auf, dann ist die Angst vor der Schule häufig der Grund hierfür.
Wichtig
Schulangst sollte unbedingt ernst genommen werden, denn hieraus können sich auch Phobien entwickeln. Für die optimale Vorbereitung auf den Schulalltag empfehlen wir unseren Online-Kurs!

Wie entsteht die Angst vor der Schule?

Die Schulangst kann vielfältige Ursachen haben. Oftmals leiden die Kinder unter Mobbing von Mitschülern und möchten aus diesem Grund nicht mehr in die Schule gehen. Auch der Leistungsdruck, der bereits in der Grundschule besteht, kann dazu führen, dass die Kinder Angst vor der Schule bekommen. Um die negativen Gefühle, die mit dem Schulbesuch in Verbindung gebracht werden, nicht zu verfestigen, sollten die Eltern bei den ersten Anzeichen schnellstmöglich eingreifen.

Oftmals tritt die Schulangst auf, wenn der Wechsel auf die weiterführende Schule ansteht. Dieser Schulwechsel bringt viele Veränderungen mit sich, wodurch sich Ängste bilden. So bekommen die Kinder neue Lehrer, der Leistungsanspruch steigt, die Klassenkameraden wechseln und der Schulalltag verändert sich. Aus den „Kleinen“ werden plötzlich die „Großen“. Auch Teenager, die kurz vor dem Schulabschluss stehen, entwickeln häufig eine Schulangst.

Achtung
Eltern wünschen sich selbstverständlich nur die beste Schulausbildung für ihren Nachwuchs. Setze dein Kind jedoch nicht zusätzlich unter Druck, indem du Erwartungen stellst, die erfüllt werden sollen.

Angst vor der Schule: Tipps gegen Schulangst

Um die Freude an der Schule zurückzubringen, sollte die Schulangst schnellstmöglich in Angriff genommen werden. Je länger der Nachwuchs Angst vor dem Schulbesuch hat, desto mehr leidet das Kind und auch die schulischen Leistungen.

So kannst du dein Kind unterstützen:

  • Das Elternhaus soll dem Kind in jeder Situation Sicherheit geben. Bestrafe es daher nicht bei schlechten Noten und vermittle nicht das Gefühl, dass die Liebe von den schulischen Leistungen abhängig ist.
  • Zeige Verständnis für die Angst deines Kindes und nehme sie ernst. Hierbei ist es hilfreich, wenn du mit deinem Kind über den Alltag in der Schule und den damit verbundenen Ängsten sprichst.
  • Um das Selbstbewusstsein deines Kindes aufzubauen, lobe die Stärken und hebe diese hervor.
  • Mache die Schulangst und die schulischen Leistungen nicht zum Hauptthema in der Familie und sorge für Ablenkung, damit sich der Nachwuchs Zuhause entspannen kann.
  • Um die Angst nicht noch zu verstärken, sollte die Schulangst nicht überdramatisiert werden. Auch wenn Eltern diesbezüglich mit ihren Kindern leiden, kann dies die Angst vor der Schule nur unnötig steigern.
  • In der Freizeit solltest du einen Ausgleich zum schulischen Alltag schaffen. Gemeinsame Unternehmungen oder die Unterstützung von Hobbys kann hierbei hilfreich sein, um die Sorgen in der Schule zumindest kurzzeitig zu vergessen.
  • Sportliche Aktivitäten sind ebenfalls ein guter Ausgleich und bauen den Stress ab. Zudem unterstützen sie die Schlafqualität und können bei Schlafproblemen helfen.

Fazit: Schulangst frühzeitig überwinden

Die Angst vor der Schule kann sowohl in der Grundschule als auch kurz vor dem Schulabschluss auftreten. Damit die Angst sich nicht verfestigt und die schulischen Leisten langfristig darunter leiden, sollte schnellstmöglich etwas dagegen getan werden.



 

Bildquellen

  • Angst vor Schule: Pixabay

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